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Atlas der Säugetiere Nordrhein-Westfalens

AG Säugetierkunde in NRW

Der Atlas zeigt Ihnen auf Basis von Topographischen Karten das Vorkommen heimischer Säugetierarten. Probieren Sie es aus.

Mauswiesel

Least Weasel

Rote Liste NRW: D Daten unzureichend

Mustela nivalis

Startjahr

Endjahr

 

Artfoto
Foto: Karsten Berlin
Das Mauswiesel ist das bei weitem kleinste Raubtier weltweit. Diese schlanke Marderart unterscheidet sich vom nahe verwandten Hermelin, dem Großen Wiesel, nicht nur durch die geringen Körpermaße, sondern vor allem durch den kurzen Schwanz, dem das schwarze Endstück fehlt. Außerdem behalten Mauswiesel im Winter dieselbe braune Farbe wie im Sommer, während Hermeline im Winter meist ein weißes Fell haben. Ferner sind die männlichen Mauswiesel deutlich größer als die Weibchen. Besonders kleine weibliche Individuen mit Minimalgewichten von nur 30 g wurden daher früher schon mal als Zwergwiesel angesehen. Überall da wo Mäuse, speziell Wühlmäuse vorkommen, und genügend Deckung vorhanden ist, können Mauswiesel leben. Entsprechend ihrer geringen Größe verfolgen und erbeuten sie Mäuse oft unmittelbar in deren Gängen. Auch wenn Mauswiesel am Tage aktiv sind, wird man sie daher nur ausnahmsweise zu Gesicht bekommen.

Ein wesentlicher Teil älterer Nachweise beruht auf Fallenfängen durch Jäger in Niederwildrevieren. Allerdings darf die Art heute in NRW nicht mehr bejagt werden. Die entsprechenden Jagdstrecken, die leider nicht die beiden Wieselarten getrennt aufführen, lassen erkennen, dass die Häufigkeit von Wieseln deutlich mit den von Jahr zu Jahr schwankenden Feldmausdichten korreliert. Angesichts der Veränderungen auf den landwirtschaftlichen Flächen in Deutschland in den zurückliegenden Jahrzehnten, die die Lebensmöglichkeiten auch der Feldmäuse deutlich verschlechtert haben, ist zu befürchten, dass auch der Bestand der Mauswiesel in NRW darunter merklich leidet. Mauswiesel werden immer wieder selbst Opfer von Beutegreifern, sogar von Katzen. Selbst in Gewöllen von Schleiereulen finden sich hin und wieder Reste der Art.

Das Mauswiesel kommt in ganz NRW vor. Freie Rasterfelder in der Verbreitungskarte bedeuten daher meist, dass hier bislang nicht auf die Art geachtet wurde.

Literatur:

  • MEINIG H, VIERHAUS H, TRAPPMANN C, HUTTERER R (2011): Rote Liste und Artenverzeichnis der Säugetiere in Nordrhein-Westfalen. 4. Fassung, Stand August 2011, in LANUV (Hrsg.): Rote Liste der gefährdeten Pflanzen, Pilze und Tiere in Nordrhein-Westfalen, 2011. LANUV-Fachbericht 36, Band 2: 49-78.
  • REICHSTEIN H (1993): Mustela nivalis Linné, 1766 - Mauswiesel. In: NIETHAMMER J, KRAPP F (Hrsg.): Handbuch der Säugetiere Europas, Wiesbaden. Band 5 Raubsäuger (Teil II): 571-626.
  • VIERHAUS H (1984): MAUSWIESEL - Mustela nivalis Linnaeus, 1766. In: SCHRÖPFER R, FELDMANN R, VIERHAUS H (Hrsg.): Die Säugetiere Westfalens.- Abh. Westf. Mus. Naturkde. 46: 302-305.
Das Mauswiesel kommt in ganz NRW vor. Freie Rasterfelder in der Verbreitungskarte bedeuten daher meist, dass hier bislang nicht auf die Art geachtet wurde.

Literatur:

  • MEINIG H, VIERHAUS H, TRAPPMANN C, HUTTERER R (2011): Rote Liste und Artenverzeichnis der Säugetiere in Nordrhein-Westfalen. 4. Fassung, Stand August 2011, in LANUV (Hrsg.): Rote Liste der gefährdeten Pflanzen, Pilze und Tiere in Nordrhein-Westfalen, 2011. LANUV-Fachbericht 36, Band 2: 49-78.
  • REICHSTEIN H (1993): Mustela nivalis Linné, 1766 - Mauswiesel. In: NIETHAMMER J, KRAPP F (Hrsg.): Handbuch der Säugetiere Europas, Wiesbaden. Band 5 Raubsäuger (Teil II): 571-626.
  • VIERHAUS H (1984): MAUSWIESEL - Mustela nivalis Linnaeus, 1766. In: SCHRÖPFER R, FELDMANN R, VIERHAUS H (Hrsg.): Die Säugetiere Westfalens.- Abh. Westf. Mus. Naturkde. 46: 302-305.

Textautor

Henning Vierhaus

Empfohlene Zitierweise

Vierhaus H (2020): Mauswiesel (Mustela nivalis).In: AG Säugetierkunde NRW — Online-Atlas der Säugetiere Nordrhein-Westfalens. Heruntergeladen von saeugeratlas-nrw.lwl.org am 30.09.2020

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