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Atlas der Säugetiere Nordrhein-Westfalens

AG Säugetierkunde in NRW

Der Atlas zeigt Ihnen auf Basis von Topographischen Karten das Vorkommen heimischer Säugetierarten. Probieren Sie es aus.

Baummarder

Pine marten

Rote Liste NRW: 2 Stark gefährdet

Martes martes

Startjahr

Endjahr

 

Artfoto
Foto: Jan Ole Kriegs
Der Baummarder ist ein mittelgroßer Marder, der perfekt an das Leben auf Bäumen angepasst ist. Er klettert ausgezeichnet gut und bewohnt Baumhöhlen und alte Greifvogelhorste. Seine sehr vielfältige Nahrung sucht er sowohl auf Bäumen (Jungvögel, Eichhörnchen) als auch am Boden. Bei Freilandbeobachtungen, aber auch bei vielen Angaben aus Jagdstrecken muss man von einer hohen Verwechslungsrate mit dem ähnlichen und deutlich häufigeren Steinmarder ausgehen, der teilweise im selben Lebensraum vorkommt. Typische Baummarder sind warmbraun gefärbt und zeigen einen relativ kleinen satt gelben oder cremefarbenen Kehlfleck, während Steinmarder kaltbraun bis gräulich gefärbt sind mit großem weißem Kehlfleck. Es gibt jedoch bei beiden Arten eine breite Merkmalsvariation und vielfach Überschneidungen. Strukturell hat der Baummarder längere Beine, eine längere Schnauze und größere Ohren.

Der Baummarder ist in NRW in den bewaldeten Mittelgebirgen gut vertreten und weit verbreitet. Lange galt er als eine exklusive Art dieser großen zusammenhängenden Waldgebiete, die in der parkartigen Landschaft des Münsterlandes nur selten und lokal auftaucht. Untersuchungen in den letzten Jahren zeigten jedoch, dass auch kleinere Feldgehölze und Wallhecken dem Baummarder als Lebensraum dienen können. Hier kann er auch zusammen mit dem Steinmarder auftreten.

Literatur:

Textautor

Jan Ole Kriegs

Empfohlene Zitierweise

Kriegs JO (2020): Baummarder (Martes martes).In: AG Säugetierkunde NRW — Online-Atlas der Säugetiere Nordrhein-Westfalens. Heruntergeladen von saeugeratlas-nrw.lwl.org am 19.02.2020

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